Bei der PRP-Behandlung wird Ihnen Blut abgenommen, aufbereitet und der thrombozytenreiche Anteil dorthin zurückgegeben, wo er wirken soll – in die Kopfhaut oder in die Haut. Das Verfahren ist gut verträglich und beliebt. Und es ist eines der Themen, bei denen zwischen Werbeversprechen und Studienlage die größte Lücke klafft. Deshalb finden Sie auf dieser Seite beides: was PRP kann – und was die Wissenschaft dazu wirklich sagt.

PRP steht für Platelet-Rich Plasma – plättchenreiches Plasma. Der Ablauf ist einfacher, als der Begriff klingt: Ihnen wird wie bei einer normalen Blutentnahme eine kleine Menge Blut abgenommen und in seine Bestandteile getrennt – rote Blutkörperchen unten, Plasma oben, und dazwischen die Fraktion, um die es geht: eine hohe Konzentration an Thrombozyten (Blutplättchen). Genau dieser Anteil wird gewonnen und in die Kopfhaut oder in die Haut injiziert.
Warum Thrombozyten? Sie sind die Zellen, die der Körper an jede Wunde schickt: Sie setzen Wachstumsfaktoren frei, die Reparaturprozesse anstoßen – Durchblutung, Zellaktivität, Gewebeaufbau. Die Idee hinter PRP ist, diese körpereigenen Signale konzentriert dorthin zu bringen, wo man eine Regeneration anstoßen möchte.
Diesen Abschnitt finden Sie auf den wenigsten Anbieterseiten – und genau deshalb steht er hier so weit oben.
Es gibt eine ganze Reihe kontrollierter Studien und mehrere systematische Übersichtsarbeiten. Ihr Tenor: Es finden sich Hinweise auf eine höhere Haardichte unter PRP. Gleichzeitig bewerten die Autorinnen und Autoren die Sicherheit dieser Evidenz überwiegend als niedrig bis moderat – die Studien sind klein, sehr unterschiedlich aufgebaut und arbeiten mit verschiedenen Aufbereitungs- und Injektionsprotokollen, was den Vergleich erschwert. Es gibt auch placebokontrollierte Untersuchungen, die keinen messbaren Effekt auf das Haarwachstum zeigen konnten.
Die Datenlage ist dünner als bei den Haaren: Untersuchungen zu Hautqualität, feinen Fältchen und Narben existieren, sind aber kleiner und uneinheitlicher. Was sich sagen lässt: Der Ansatz ist plausibel und die Verträglichkeit gut – belastbare, standardisierte Nachweise wie bei etablierten Verfahren gibt es nicht.
Erblich bedingter Haarausfall schreitet mit den Jahren fort. Selbst wenn eine PRP-Serie hilft, hält der Effekt nicht dauerhaft an – in Studien wurde ein Fortschreiten des Haarverlusts nach etwa einem Jahr beobachtet. Wer PRP macht, entscheidet sich also faktisch für eine Behandlung mit Wiederholungen – und das ist auch eine finanzielle Entscheidung, die man vorher treffen sollte, nicht nachher.
Damit PRP sinnvoll eingesetzt wird, muss es an der richtigen Stelle in der Reihenfolge stehen. Unsere Logik – und sie ist dieselbe, die wir in unseren Fachbeiträgen zum Haarausfall vertreten.

Nicht jeder Haarausfall ist erblich bedingt. Schilddrüsenfunktion, Eisen- und Vitaminstatus, hormonelle Veränderungen, Medikamente, Stress und entzündliche Kopfhauterkrankungen kommen als Ursache oder Mitverursacher infrage – und einige davon lassen sich behandeln, ohne dass irgendetwas injiziert werden muss. Eine Behandlung ohne vorherige Abklärung ist Raten mit Rechnung.
Für den anlagebedingten Haarausfall sind medikamentöse Therapien wissenschaftlich am besten belegt. Sie sind nicht für jeden geeignet und nicht jeder möchte sie – aber sie gehören ins Gespräch, bevor über Alternativen entschieden wird. Was dafür und dagegen spricht, haben wir in einem eigenen Beitrag ausführlich und ohne Werbeinteresse dargestellt.
PRP ist in der aktuellen Leitlinie zum anlagebedingten Haarausfall als Verfahren aufgeführt und wird in der Praxis vor allem in zwei Situationen eingesetzt: ergänzend zu einer bestehenden Therapie – oder als Option für Menschen, die medikamentöse Behandlungen nicht vertragen, nicht anwenden dürfen oder ausdrücklich nicht möchten. Was PRP nicht ist: ein gleichwertiger Ersatz für die am besten untersuchten Therapien. Diesen Satz sagen wir auch dann, wenn er ein Behandlungsangebot kostet.
Die Antwort hängt weniger vom Wunsch ab als vom Befund: Es gibt Ausgangslagen, in denen PRP erfahrungsgemäß etwas beitragen kann – und solche, in denen es nichts ausrichtet.

Frühen bis mittleren Stadien des anlagebedingten Haarausfalls, wenn die Haare dünner werden, aber noch vorhanden sind
Sichtbar aktiven, aber geschwächten Follikeln – dort, wo noch Flaumhaar wächst
Menschen, die eine medikamentöse Therapie ergänzen oder aus guten Gründen vermeiden möchten
Realistischer Erwartung: Stabilisierung und Verdichtung sind das Ziel, nicht neue Haare auf kahler Fläche
Wo kein Follikel mehr ist, kann auch kein Wachstumssignal wirken. Hier ist die Haartransplantation das Verfahren der Wahl.
Erst die Ursache, dann die Behandlung – in dieser Reihenfolge und nicht umgekehrt.
Ebenso bei akuten Infektionen im Behandlungsbereich: Hier steht die dermatologische Behandlung an erster Stelle.
Unter blutverdünnender Medikation je nach Situation, außerdem in Schwangerschaft und Stillzeit.
Nach einer einzigen Serie ist das nicht zu erwarten – siehe den Abschnitt zur Wiederholung.
Diese beiden Themen werden oft verwechselt, dabei lösen sie unterschiedliche Probleme.

Sie ist die Antwort auf Areale, in denen keine Haarwurzeln mehr aktiv sind – Geheimratsecken, Tonsur, kahle Zonen. PRP kann das nicht leisten.
Es zielt darauf, geschwächte Haare zu stabilisieren – im Bereich um eine transplantierte Zone genauso wie im gesamten Deckhaar.
Wer transplantiert wurde, hat an den Empfängerarealen neue Haare – aber die nicht transplantierten Bereiche altern weiter. Genau dort setzt eine begleitende Erhaltungsstrategie an, zu der PRP gehören kann. Wann das im Verhältnis zu einer Transplantation sinnvoll ist und in welchem zeitlichen Abstand, besprechen wir individuell – pauschale Pakete gibt es dafür bei uns nicht.
Der Begriff stammt aus dem Marketing, nicht aus der Medizin – und er führt gleich doppelt in die Irre. Erstens ist es kein Lifting: Es wird nichts gestrafft, nichts angehoben und keine überschüssige Haut entfernt. Zweitens klingt es spektakulärer, als es ist.
Was tatsächlich passiert: Das aufbereitete Plasma wird flächig in die Haut eingebracht – typischerweise im Gesicht, am Hals oder an den Handrücken. Das Ziel ist die Hautqualität: ein frischeres Hautbild, feinere Struktur, mehr Spannkraft im Sinne von Textur – nicht im Sinne von Straffung.
Häufig wird PRP an der Haut auch mit apparativen Verfahren kombiniert angeboten. Wir arbeiten mit der Injektionsmethode – was in unserer Praxis möglich ist und was nicht, sagen wir Ihnen im Beratungsgespräch klar, statt Ihnen ein Paket zu verkaufen, das Sie anderswo besser bekommen.
Eingefallene Wangen, tiefe Falten, Konturen – dann ist Hyaluronsäure das richtige Werkzeug: siehe Faltenunterspritzung.
Stirn, Zornesfalte, Krähenfüße – dafür ist Botulinumtoxin zuständig: siehe Botox®.
Dann konkurriert PRP mit der Mesotherapie. Der Unterschied in einem Satz: Bei der Mesotherapie werden von außen zugeführte Wirkstoffe eingebracht, bei PRP ausschließlich ein Konzentrat aus Ihrem eigenen Blut.
Das hängt von Hautbefund, Verträglichkeit und Ihrer Präferenz ab – und ist eine Frage der Beratung, nicht des Angebots.

Anamnese, Befund, bei Haarausfall die Einordnung der Ursache und der bisherigen Behandlungen. Dazu die ehrliche Frage, ob PRP für Ihr Anliegen überhaupt sinnvoll ist.
Eine kleine Menge Blut wie bei einer normalen Laborentnahme.
Das Blut wird in einem geschlossenen System zentrifugiert und der thrombozytenreiche Anteil gewonnen – unter sterilen Bedingungen und unmittelbar vor der Anwendung. Das dauert einige Minuten, die Sie im Behandlungsraum verbringen.
Das Konzentrat wird mit sehr feinen Nadeln in die Kopfhaut beziehungsweise in die Haut eingebracht – flächig verteilt in vielen kleinen Depots. Auf Wunsch kann vorher eine betäubende Creme aufgetragen werden; die meisten beschreiben die Behandlung als gut aushaltbar, an der Kopfhaut aber deutlich spürbar.
Sie sind sofort alltagsfähig. Für ein bis zwei Tage: kein Sport, keine Sauna, kein Solarium, keine aggressiven Pflegeprodukte oder Haarbehandlungen (Färben, Chemie). Rötung und Druckempfindlichkeit klingen meist innerhalb eines Tages ab.
PRP wirkt – wenn es wirkt – über biologische Prozesse, und die brauchen Zeit. An den Haaren berichten viele als erstes über weniger Haarverlust und erst später über sichtbar dichteres Haar. Realistisch ist eine Beurteilung frühestens nach drei bis sechs Monaten, weil der Haarzyklus nicht schneller arbeitet.
Üblich ist eine Anfangsserie mehrerer Sitzungen im Abstand von einigen Wochen, gefolgt von Auffrischungen in größeren Abständen. Die genaue Zahl hängt vom Befund ab – und wir legen sie nach der Untersuchung fest, nicht vorab als Paket.
Weil anlagebedingter Haarausfall fortschreitet, ist PRP keine einmalige Angelegenheit: Ohne Wiederholung geht ein erzielter Effekt mit der Zeit wieder verloren. Das ist kein Makel des Verfahrens, sondern eine Eigenschaft der Erkrankung – aber es gehört in die Entscheidung, bevor die erste Sitzung stattfindet.
Weil Veränderungen am Haar langsam und schwer zu erinnern sind, dokumentieren wir den Ausgangsbefund. Ohne Vergleich beurteilt niemand ehrlich – weder Sie noch wir.
PRP gilt als gut verträglich. Weil ausschließlich körpereigenes Material zurückgegeben wird, spielen allergische Reaktionen auf den Wirkstoff praktisch keine Rolle – ein wesentlicher Unterschied zu Verfahren mit körperfremden Substanzen.
Was häufig vorkommt: Rötung, Schwellung, Druckempfindlichkeit und ein Spannungsgefühl im behandelten Areal für einige Stunden bis wenige Tage, gelegentlich ein kleiner Bluterguss an der Einstichstelle oder an der Stelle der Blutentnahme, selten leichte Kopfschmerzen nach der Behandlung der Kopfhaut.
Nicht behandelt wird bei akuten Infektionen, entzündlichen Prozessen im Behandlungsareal, relevanten Erkrankungen des Blutes oder der Blutgerinnung sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Ob eine blutverdünnende Medikation der Behandlung entgegensteht, klärt die Anamnese im Einzelfall. Die vollständige Aufklärung erfolgt vor der Behandlung im persönlichen Gespräch.

Bei Ku'damm Aesthetic führt Arzt Serhat Onur Anamnese, Aufklärung, Blutentnahme, Aufbereitung und Anwendung persönlich durch.
Bei diesem Verfahren liegt der medizinische Kern nicht in der Injektion, sondern in zwei Entscheidungen davor: ob Ihr Haarausfall überhaupt der Typ ist, bei dem PRP Sinn ergibt – und ob nicht zuerst etwas anderes geklärt oder behandelt werden sollte.
Der Preis richtet sich nach dem behandelten Areal und der Zahl der Sitzungen. Weil PRP in aller Regel als Serie durchgeführt wird und der Effekt Wiederholungen braucht, ist die ehrliche Kalkulationsgrundlage nicht der Einzeltermin, sondern der Zeitraum – deshalb sprechen wir im Beratungsgespräch offen über die zu erwartenden Gesamtkosten über ein Jahr. Ihren konkreten Preis erhalten Sie danach transparent und schriftlich.
Ein Hinweis, der zur Fairness gehört: Wenn die Kosten über den geplanten Zeitraum für Sie nicht tragbar sind, ist es sinnvoller, gar nicht zu beginnen als eine Serie abzubrechen – dann besprechen wir Alternativen.
Als individuelle Gesundheitsleistung wird die PRP-Behandlung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Die Studienlage zeigt Hinweise darauf, dass PRP bei erblich bedingtem Haarausfall die Haardichte verbessern kann; die Sicherheit dieser Evidenz wird jedoch überwiegend als niedrig bis moderat eingestuft, und es gibt auch Studien ohne nachweisbaren Effekt. Eine individuelle Erfolgsgarantie lässt sich daraus nicht ableiten – wohl aber die realistische Einschätzung, dass ein Teil der Behandelten profitiert.
Nein. Für den anlagebedingten Haarausfall sind medikamentöse Therapien deutlich besser belegt. PRP wird sinnvollerweise ergänzend eingesetzt oder als Option für Menschen, die Medikamente nicht anwenden können oder möchten.
Üblich ist eine Anfangsserie mehrerer Sitzungen im Abstand einiger Wochen, danach Auffrischungen in größeren Abständen. Die genaue Zahl hängt vom Befund ab; weil anlagebedingter Haarausfall fortschreitet, ist ohne Wiederholungen kein dauerhaftes Ergebnis zu erwarten.
Meist zeigt sich zuerst, dass weniger Haare ausfallen; sichtbar dichteres Haar braucht länger. Beurteilbar ist der Effekt frühestens nach drei bis sechs Monaten – der Haarzyklus lässt sich nicht beschleunigen.
Der Preis hängt vom Areal und der Zahl der Sitzungen ab. Weil PRP als Serie durchgeführt wird, besprechen wir im Beratungsgespräch die zu erwartenden Kosten über einen längeren Zeitraum, nicht nur pro Termin. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlung nicht.
Die Blutentnahme entspricht einer normalen Laborentnahme. Die Injektionen erfolgen mit sehr feinen Nadeln; an der Kopfhaut sind sie deutlich spürbar, aber kurz – auf Wunsch kann vorher betäubt werden. Die meisten beschreiben die Behandlung als gut aushaltbar.
Nein. Wo keine aktiven Haarwurzeln mehr vorhanden sind, kann auch kein Wachstumssignal wirken. Für kahle Areale ist die Haartransplantation das geeignete Verfahren; PRP kann begleitend die vorhandenen Haare stabilisieren.
Ein Marketingbegriff für die PRP-Behandlung der Haut. Ein Lifting ist es nicht – gestrafft oder angehoben wird nichts. Ziel ist die Hautqualität: frischeres Hautbild und feinere Textur. Für Volumen ist Hyaluronsäure zuständig, für Bewegungsfalten Botulinumtoxin.
Meist nur vorübergehende: Rötung, Schwellung, Druckempfindlichkeit, gelegentlich ein kleiner Bluterguss. Weil ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird, sind allergische Reaktionen auf den Wirkstoff praktisch ausgeschlossen. Wie bei jeder Injektion sind Infektionen theoretisch möglich – deshalb die strengen Anforderungen an Sterilität und die ärztliche Durchführung.
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Beratung, Blutentnahme, Aufbereitung und Anwendung finden vollständig in unserer Praxis statt – ebenso die Verlaufskontrollen mit Fotodokumentation.
Vor jeder Behandlung steht die Frage, warum Ihr Haar dünner wird oder was Ihre Haut braucht. Im kostenlosen Beratungsgespräch ordnen wir Ihren Befund ein, sagen Ihnen offen, was PRP in Ihrem Fall realistisch leisten kann – und was zuerst geklärt oder anders behandelt werden sollte. Auch „davon würde ich Ihnen abraten" ist bei uns ein mögliches Ergebnis.